basel

 

 

 

"Wir sehen uns in der Hölle, 2017, Eintempera auf Leinwand, je 25 x 20

„Wir sehen uns in der Hölle, 2017, Eintempera auf Leinwand, je 25 x 20

 

 

 

"Anwältin, vollschlank" 40 x 35, 2017, Eitempera auf Leinwand

„Anwältin, vollschlank“, 40 x 35, 2017, Eitempera auf Leinwand

Gut Gasteil: 29. April bis 16. Juni -Ausstellung Mela Kaltenegger

quantensprung 2 45 x 35

http://www.gutgasteil.at/

Die Selbstwahrnehmung und speziell der Stellenwert der Weiblichkeit stehen bei Mela Kalteneggers luftig-ironsicher Malerei zur Disposition. Scheinbar mit unbändiger Lebenslust haben sich die graziösen jungen Damen da in die Luft katapultiert – und schweben nun. Einmal im erotisch-feurigen Rot – und zahllosen Schattierungen, einmal im sanft wässrig-blauen Himmel, an dessen Rand sich die immer wieder auftauchenden roten Stöckelschuhe hineingeschoben haben. Mit den Mitteln von Siebdruck, Graphik und vor allem Malerei in Eitempera – selbst zubereitet – setzt die Absolventin der Meisterklasse von Gunther Damisch an der Akademie der bildenden Künste ihre Themen um. Selbstbewusst und mit feinem Witz.Verena Kienast, 2017

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„die Regeln waren eigentlich allen bekannt“

 

Mela Kaltenegger löst mit ihren Arbeiten die Grenze zwischen Humor und Ernst unbekümmert auf, mit Witz und Selbstironie wandelt sie an dieser Grenzlinie, ganz oben am Dachfirst. Dabei verfällt sie in einen Galopp, bei dem zeitweise kein Bein mehr am Boden bleibt, die Momente in denen alles schwebt sind in ihren Werken sichtbar und spürbar.

Überhaupt zeigen ihre Arbeiten märchenhaft und modern schwere Geschichte und luftigen Tod, Jahrtausende entfernt und doch ganz nah und heute. Man sieht Ewigkeit und Sanftmut und gleichzeitig Aussichtslosigkeit und Ende. Einsamkeit, Tod und Liebe in einer vergangenen zukünftigen Perspektive. Sie ignoriert die Zeit mutig und frech mit wienerisch grantigem Charme und erstellt wie aus Scherben geflickt neue, eigenwillige Kompositionen.

Die Künstlerin und ihre Werke beschäftigen sich mit Fragen der Selbstwahrnehmung, wobei der Stellenwert der Weiblichkeit mit Ironie in den Mittelpunkt gerückt wird.